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spooky Gast
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Verfasst am: Sa Sep 24, 2005 3:49 pm Titel: Asthmatherapien |
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hallo beisammen,
Können die verschiedenen medikamentösen Asthmatherapien die Exazerbationsrate auch längerfristig senken?
cu,
spooky |
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maritess Gast
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Verfasst am: Sa Sep 24, 2005 3:57 pm Titel: Asthmatherapien |
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Hallo,
Hintergrund:
In den letzten zwanzig Jahren wurden grosse Fortschritte in der Asthmabehandlung erreicht, wobei mehrere neue Asthmatherapeutika auf den Markt kamen. In verschiedensten klinischen Studien wurde der akute Effekt von solchen Asthmatherapeutika zur Verbesserung der Lungenfunktion aufgezeigt. Ob diese Asthmatherapeutika aber auch längerfristig positive Effekte in der Reduktion der Exazerbationsrate haben, wurde in diesem „systematic review“ evaluiert.
Einschlusskriterien:
· Randomisiert, kontrollierte Studien mit einer Studiendauer von mindestens 3 Monaten
· Studien, die keine Daten zur Exazerbation erfassten
Ausschlusskriterien:
· Studien, bei denen die Exazerbation mit einem erhöhten Gebrauch von kurzwirksamen beta-2-Sympathomimetika definiert wurde.
· Studien, in denen Patienten mit Exazerbationen für die Analyse ausgeschlossen wurden.
Studiendesign und Methode:
Systematic review von Primärstudien von 1980 bis 2004
Intervention:
· Verschiedene Asthmatherapeutika (Inhalierte Kortikosteroide, langwirksame beta-2-Sympathomimetika, Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten und anti-IgE-Therapien alleine oder in Kombination) die gegenüber Placebo, kurzwirksamen beta-2-Sympathomimetika oder andere aktiven Kontrollen verglichen wurden.
Outcome:
· Primärer Outcome: Längerfristige Reduktion von Exazerbationen
Resultat:
Die längerfristige Reduktion der Exazerbationsrate wurde anhand der verschiedenen Monotherapien ermittelt und mit Kombinationstherapien verglichen.
· Die inhalierten Kortikosteroide zeigten gegenüber Placebo auch längerfristig eine signifikante Reduktion der Exazerbationsrate von 55%. Zusätzlich scheinen inhalierte Kortikosteroide die FEV1-Werte vor allem während den ersten 3-4 Monaten zu erhöhen und die Symptome der Patienten zu verbessern.
· Die Exazerbationsrate konnte mit beta-2-Sympathomimetika verglichen zu Placebo zu 25 % gesenkt werden. Je länger die Studie dauerte, desto kleiner wurde die Reduktion von weiteren Exazerbationen und desto häufiger wurden unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet.
· Eine Kombination von Kortikosteroiden und beta-2-Sympathomimetika zeigte eine Reduktion von 26%. Diese Kombinationstherapie schnitt im Vergleich zu einer höheren Kortikosteroiddosierung signifikant besser ab.
· Die Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten zeigten auch eine signifikante Reduktion der Exazerbationsrate (41%) gegenüber Placebo. Jedoch konnten die inhalierten Kortikosteroide im Vergleich mit den Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten die Exazerbationsrate eindeutig besser senken.
· Auch mit Ig-E Antikörper konnte die Exazerbationsrate zumindest mittelfristig (bis 16 Wochen) zu 45% reduziert werden.
Kommentar:
· Die Studie zeigte, dass alle untersuchten Asthmatherapeutika gegenüber Placebo die Exazerbationsrate mittel- bis längerfristig signifikant senken konnten.
· Die besten Effekte zeigten niedrig dosierte inhalierte Kortikosteroide. Bei mangelnder Ansprechrate auf Kortikosteroide kann der Effekt mit zusätzlicher Verabreichung von längerfristigen beta- 2-Sympathomimetika verbessert werden.
· Die positiven Effekte der Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten wurden in diesem „systematic review“ bestätigt und können vor allem bei jüngeren Patienten mit mildem Asthma die Kortikosteroide ersetzen.
· Dieser „systematic review“ hat eine sehr umfassende Suche in den letzten 20 Jahren gemacht und gibt einen allgemeinen Überblick über die Wirksamkeit der einzelnen Pharmaka. Leider waren viele der eingeschlossenen Studien von kurzer Studiendauer, wobei der längerfristige Effekt dieser Asthmatherapien nicht adäquate ermittelt werden konnte.
· Weitere Limitationen des „systematic review“ beziehen sich vor allem auf die heterogenen Asthmapopulationen der Studien und daraus erwarteten Differenzen in der Ansprechrate. Zusätzlich wurde der Einfluss von verschiedenen Risikofaktoren wie z.B. Rauchen und Übergewicht nicht berücksichtigt.
· Dieser „systematic review“ gibt einen guten Überblick über die mittelfristige Wirksamkeit von verschiedenen Asthmatherapeutika bei einer breiten Asthmapopulation.
liebe gruesse
maritess |
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